Fehlende Angaben
Eine fehlende Angabe auf einer Rechnung stoppt den gesamten Prozess und löst Rückfragen aus.
Finanzprozesse, die vorausdenken
Die Welt der Finanzen ist groß und die Prozesse sind vielfältig. Eingangsrechnungen buchen, Spesen freigeben, Konten abstimmen und Auswertungen erstellen. Für all diese Aufgaben müssen Mitarbeitende Informationen zusammensuchen, zuordnen, abgleichen, nachhaken – und vieles davon erfolgt noch immer manuell. KI-Agenten bereiten diese Vorgänge vor.
Die Zahlen liegen in den meisten Finanzabteilungen verlässlich vor. Schwieriger ist hier, dass sich Informationen über Postfächer, Belege, Nebenbücher und Vorsysteme verteilen. Zum Monatsende, dem laufenden Abschluss oder gegen eine andere Frist müssen diese dann mühsam – oft sogar manuell – zusammengetragen und eingeordnet werden. Und was am Ende gebucht wird, muss sich später noch begründen lassen.
Standardfälle durchlaufen die Finanzprozesse oft reibungslos. Die meiste Zeit binden die Ausnahmen:
Eine fehlende Angabe auf einer Rechnung stoppt den gesamten Prozess und löst Rückfragen aus.
Eine Rechnung ohne klare Zuordnung muss manuell recherchiert und eingeordnet werden.
Zwei Bücher, die nicht zusammenpassen, verursachen den größten Prüfaufwand zum Periodenende.
KI-Agenten spielen hier ihre volle Stärke aus: in einzelnen Prozessen. Vier Beispiele aus dem Finanzalltag zeigen, wo sie heute schon konkret entlasten und an welcher Stelle die Verantwortung beim Team bleibt.
Lieferantenrechnungen gehen über unterschiedliche Kanäle und uneinheitliche Formate ein. Am Ende müssen sie trotzdem dem richtigen Lieferanten, der passenden Bestellung und dem richtigen Konto zugeordnet werden.
Ein Agent kann eingehende Rechnungen erkennen, die Inhalte auslesen, den Lieferanten zuordnen und daraus einen Rechnungsentwurf zur Prüfung vorbereiten.
Für das Finanzteam heißt das weniger manuelle Vorarbeit und einen deutlich schnelleren Start in den Kreditorenprozess. Freigegeben wird weiterhin vom Menschen.
Spesen wirken wie eine Kleinigkeit, werden im Alltag aber schnell aufwendig.
KI-Agenten, die direkt im ERP-System integriert sind, können solche Daten auslesen, sie einer Kategorie zuordnen und die einzelnen Positionen zu einer Spesenabrechnung zusammenfassen.
Aus losen Belegen werden so strukturierte Vorgänge. Mitarbeitende reichen ihre Ausgaben leichter ein, während Regeln und Abläufe im System hinterlegt bleiben.
Die Kontenabstimmung gehört zu den heiklen Themen im Finance-Bereich, weil Fehler häufig erst spät auffallen. Hauptbuch, Kreditoren, Debitoren, Bank und Steuern müssen am Ende zusammenpassen. Wird eine Abweichung erst zum Periodenende sichtbar, entsteht der Druck genau dann, wenn ohnehin wenig Zeit bleibt.
KI-Agenten sind ein bedeutender Schritt hin zu einem kontinuierlichen Abschluss. Sie erkennen Ausnahmen frühzeitig, schlagen passende Maßnahmen vor und protokollieren jeden Schritt mit, sodass die Bearbeitung nachvollziehbar bleibt.
Die Abstimmung wird dadurch weniger reaktiv und Ausnahmen lassen sich früher bewerten.
Ein Finanzteam muss nicht nur korrekt buchen. Es soll Abweichungen erklären, Risiken früh erkennen und eine belastbare Grundlage für Entscheidungen liefern. Die Auswertungen hierfür müssen meist noch manuell erstellt werden.
Agenten integrieren Finanzdaten in die Lösungen, mit denen Ihre Mitarbeitenden ohnehin arbeiten.
Damit unterstützen sie Abstimmungen, erstellen zugehörige Berichte und weisen auf Auffälligkeiten hin. Bestenfalls direkt mit einem Vorschlag, wie sich konkrete Abweichungen behandeln lassen.
Im Finanzbereich unterstützen Agenten Ihre Mitarbeitenden: Sie übernehmen vorbereitende Arbeiten und greifen dafür auf die Daten und Regeln Ihres ERP-Systems zu. Entscheidungen und Freigaben bleiben beim Menschen.
| Prozess | Aufgaben des Agenten | Rolle des ERP-Systems | Verantwortung des Finanzteams |
|---|---|---|---|
| Eingangsrechnung | Rechnungen erkennen, Inhalte auslesen, Entwürfe vorbereiten | Lieferant, Bestellung, Zahlungsbedingungen, Kontierung | Freigabe und unklare Zuordnungen |
| Spesen | Belege erfassen, Daten extrahieren, kategorisieren, zur Abrechnung bündeln | Regeln, Buchungslogik, Berechtigungen | Genehmigung und Sonderfälle |
| Kontenabstimmung | Abweichungen erkennen, Maßnahmen vorschlagen, Schritte protokollieren | Haupt- und Nebenbücher, Salden | Bewertung der Ausnahme |
| Finanzanalyse | Auffälligkeiten erkennen, Berichte erstellen, Umgang vorschlagen | Finanzdaten, Berichtsstrukturen | Interpretation und Entscheidung |
Seitlich wischen
Wir schauen uns einen Ihrer Finanzprozesse an und zeigen, was ein Agent dort konkret übernehmen könnte.
Ein Agent für Rechnungen, ein Tool für Spesen, ein ERP-System für die Buchung. Jedes Element für sich ist nützlich, ergibt zusammen aber noch keinen durchgängigen Finanzprozess.
Der Mehrwert entsteht erst, wenn Daten, Regeln, Freigaben und Zuständigkeiten ineinandergreifen. Ein typischer Ablauf als Beispiel:
Eine Lieferantenrechnung geht ein
Der Agent liest die Inhalte aus und bereitet den Vorgang vor
Das ERP liefert Lieferant, Bestellung, Zahlungsbedingungen und Kontierung
Der Abgleich mit Bestellung und Wareneingang zeigt, ob alles zusammenpasst
Bei sauberen Fällen stößt eine Automatisierung Freigabe und Zahlung an
Die Mitarbeitenden in Ihrer Finanzabteilung entscheiden über Ausnahmen und behalten die Kontrolle
Einzelne Werkzeuge tragen einen modernen Finanzprozess nicht alleine. ERP, Automatisierung und KI-Agenten haben darin jeweils eine eigene Aufgabe.
Den Unterbau bildet das ERP-System wie beispielsweise Microsoft Dynamics 365. Hier liegen die Stammdaten, die Belege und die Buchungslogik, dazu die Workflows und Berechtigungen, an denen sich alles Weitere orientiert. Erst diese saubere Grundlage macht Automatisierung und Agenten überhaupt verlässlich, weil sie auf geprüfte Daten und klare Regeln zugreifen.
Für Abläufe, die sich zuverlässig wiederholen, braucht es keine KI. Hier übernimmt klassische Automatisierung die Routine und arbeitet feste Schritte schnell und fehlerarm ab. Sie bleibt der stabilste Weg überall dort, wo die Regeln eindeutig sind.
Interessant wird es jenseits der klaren Regel. KI-Agenten bereiten Vorgänge vor, analysieren Ausnahmen und führen Informationen aus verschiedenen Quellen zu einem Handlungsvorschlag zusammen. Und sie holen den Menschen genau dann dazu, wenn eine Entscheidung ansteht.
Manche Aufgaben im Finance-Bereich eignen sich weniger für KI-Agenten. Banknahe Abläufe rund um Zahlungsinformationen und den Zahlungsverkehr profitieren eher von spezialisierter Automatisierung.
Ein Beispiel aus der Praxis ist die Bank Automation Suite für Microsoft Dynamics 365 Finance. Sie verarbeitet Kontoauszüge und Zahlungsdaten automatisiert, gleicht sie mit den offenen Posten ab und bereitet die Buchungen im ERP vor.
So entsteht Prozess für Prozess ein Finanzbereich, in dem ERP, Automatisierung und Agenten jeweils das übernehmen, wozu sie am besten passen.
Für Microsoft Dynamics 365 und Business Central gibt es einige Agenten, die bereits fest in die beiden ERP-Lösungen integriert sind. Ein kurzer Überblick, was sie heute übernehmen.
Microsoft liefert die Technologie, den fertigen Agenten. Ob er in Ihrem Unternehmen wirklich trägt, hängt davon ab, wie er an Ihre Systeme, Ihre Freigaberegeln und Ihre Prozesse angebunden wird. Das ist der Punkt, an dem agenic ansetzt.
Wir ordnen die verfügbaren Agenten in Ihre Systemlandschaft ein und sagen, was sich davon heute lohnt.
Die Prozesse in der Finanzwelt sind vielfältig. Oft reicht ein fertiger Agent, manchmal lohnt sich der individuelle Weg. Woran das liegt, hängt vor allem am Prozess selbst.
Schnell nutzbar, wenn Prozess und System passen
Fertige Agenten sind schnell nutzbar, sobald ein Prozess dem gängigen Muster folgt und in Dynamics 365 abgebildet ist. Das trifft auf viele Kreditorenabläufe zu, ebenso auf klar definierte Spesenprozesse und typische Abstimmungen. Hier bringt der Standard rasch Wirkung, ganz ohne großen Aufwand im Vorfeld.
Wenn Prozesse komplexer sind als der Standard
Sobald ein Prozess vom Standard abweicht, lohnt sich ein maßgeschneiderter Agent. Das ist etwa der Fall, wenn mehrere ERP-Systeme im Spiel sind oder wenn Sonderprozesse über DMS und E-Mail laufen. Auch wenn eigene Freigaberegeln greifen, länderspezifische Vorgaben dazukommen oder besondere Dokumentationspflichten bestehen, stößt der Standard schnell an seine Grenzen. Gleiches gilt für die Übergänge zwischen Finance, Einkauf und Operations, an denen mehrere Bereiche zusammenarbeiten müssen.
Ein Agent hilft nur dann, wenn er da ansetzt, wo bei Ihnen wirklich die Zeit verloren geht. Wie viele Funktionen er mitbringt, ist zweitrangig. Manchmal reicht dafür ein fertiger Standard-Agent, manchmal braucht es eine Eigenentwicklung. Was die beiden unterscheidet, zeigt die Seite „Was sind KI-Agenten“. Die wichtigere Frage kommt aber vorher: Wo im Prozess bringt ein Agent den größten Nutzen? Am richtigen Punkt schlägt schon eine einfache Lösung eine aufwendige, die am eigentlichen Problem vorbeiläuft.
Je mehr ein Agent im Tagesgeschäft übernimmt, desto wichtiger wird die Frage, in welchem Rahmen er das tut. Gerade im Finance, wo jede Buchung prüfbar bleiben muss, entscheiden vier Punkte über einen sicheren Einsatz. Sie legen sie fest, bevor der erste Agent produktiv geht.
Auf welche Systeme, Mandanten und Konten darf ein Agent zugreifen und auf welche nicht? Ein Rollen- und Rechtekonzept regelt das, wie bei jedem Mitarbeitenden im Rechnungswesen auch.
Was darf der Agent selbst anstoßen, und ab wann ist eine menschliche Freigabe Pflicht? Betragsgrenzen und klare Regeln legen fest, wo ein Vorgang automatisch weiterläuft und wo er zur Prüfung vorgelegt wird.
Welche Rechnung wurde wann auf welcher Grundlage vorbereitet, und wer hat sie freigegeben? Jeder Schritt wird protokolliert und bleibt so für interne Kontrolle und Wirtschaftsprüfung belegbar.
Lässt sich der Agent im laufenden Betrieb überwachen und bei Bedarf stoppen? Ausnahmen landen ohnehin beim Team, und die Verantwortung bleibt auch im Alltag beim Menschen.
Ein Finance-Agent entfaltet seinen Nutzen nur, wenn Prozess, Daten und Technik zusammenpassen. Genau an dieser Schnittstelle arbeitet agenic.
Wir kommen aus der Finanzprozesswelt und kennen die dafür sinnvollen Technologien. Bevor wir über einen Agenten sprechen, schauen wir uns an, wo im Prozess Zeit verloren geht und welche Ausnahmen den Aufwand treiben.
Finanzagenten arbeiten auf ERP-Daten. Unsere langjährige Erfahrung in Microsoft Dynamics 365 Finance und Business Central sorgt dafür, dass sie auf einer verlässlichen Grundlage aufsetzen.
Wir wählen den Weg, der zu Ihrem Prozess passt und kombinieren verschiedene Ansätze sinnvoll. Sie haben einen festen Partner für fertige Agenten, klassische Automatisierung und eigene Entwicklung.
Die meisten Finanzprozesse enden nicht an einer Systemgrenze. Wir verbinden ERP, Fachanwendungen und Kommunikationskanäle so, dass ein durchgängiger Ablauf entsteht.
Besonders geeignet sind Abläufe, die häufig wiederkehren und viele manuelle Schritte erfordern. In der Praxis sind das oft die Kreditorenbuchhaltung, die Spesenabrechnung und die Kontenabstimmung. Als Faustregel gilt: Je mehr Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenkommen und je mehr Ausnahmen auftreten, desto größer ist der Nutzen.
Sie können Buchungen vorbereiten und einen Vorschlag erstellen. Ob dieser Vorschlag automatisch verbucht wird oder erst nach einer Freigabe, legen Sie fest. In der Regel bleibt die endgültige Buchung eine bewusste Entscheidung des Finanzteams.
Ein Agent arbeitet innerhalb der Grenzen, die Sie ihm setzen. Sie bestimmen, auf welche Daten er zugreift, welche Schritte er allein erledigt und wo eine Freigabe zwingend ist. Jede Aktion wird protokolliert, sodass jederzeit nachvollziehbar bleibt, was auf welcher Grundlage passiert ist.
Ihr ERP-System wie Microsoft Dynamics 365 Finance ist die Datengrundlage, auf der die Agenten arbeiten. Dort liegen Belege, Buchungslogik und Berechtigungen. Mehrere der beschriebenen Agenten sind bereits Teil dieser Umgebung, andere lassen sich ergänzen oder individuell entwickeln.
Klassische Automatisierung folgt festen Regeln und eignet sich für Abläufe, die immer gleich verlaufen. Ein Finance-Agent kommt dort ins Spiel, wo der Kontext eine Rolle spielt, etwa bei unvollständigen Angaben oder bei Ausnahmen. Häufig ergänzen sich beide Ansätze im selben Prozess. Mehr dazu auf unserer Seite zur KI-Automatisierung.
Die Bank Automation Suite ist auf banknahe Abläufe spezialisiert, etwa rund um Zahlungsinformationen und den Zahlungsverkehr. Sie ist kein KI-Agent, sondern eine bewährte Automatisierung, die das ERP-System Microsoft Dynamics 365 Finance an diesen Stellen ergänzt. Im Zusammenspiel mit ERP und Agenten wird sie zum Baustein eines durchgängigen Finanzprozesses.
Ein KI-Agent nimmt Ihnen die Buchhaltung nicht ab. Aber er sorgt dafür, dass weniger Schritte manuell erledigt werden müssen und Sie jederzeit nachvollziehen können, was in Ihren Finanzprozessen läuft. Die Antworten auf die folgenden vier Fragen geben Ihnen schnell Hinweise darauf, wo Sie mit Ihrem Unternehmen stehen:
Wo bei Ihnen der beste Einstieg liegt, finden wir am schnellsten gemeinsam heraus. Wir schauen uns einen Ihrer Prozesse an und Sie sehen, was ein Agent dort konkret übernehmen könnte.
Jedes Unternehmen hat andere Abläufe, Systeme und Prioritäten. Im kostenlosen Erstgespräch betrachten wir Ihre Ausgangssituation und klären, welche nächsten Schritte fachlich und wirtschaftlich sinnvoll sind.
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